Die Schifffahrtstradition der Familie Sibum

Die Anfänge des Schifffahrtsstandortes Haren (Ems) gehen etwa auf das 15. Jahrhundert zurück. Zu dieser Zeit nutzte man die günstige Standortlage an der Ems um mit der Flussschifffahrt eine neue Erwerbsquelle zu erschließen. Die einfachen Frachtkähne (Emspünten) der Harener Schiffer versorgten die Bauern, Handwerker und Händler im emsländischen Raum und verbanden zunächst die Gebiete zwischen der Nordseeküste und dem nördlichen Westphalen.

Im Verlaufe der Geschichte entwickelte sich neben der Fluss- und Binnenschifffahrt auch die Küsten- und Seeschifffahrt in Haren (Ems). Bis heute hat sich die Stadt Haren (Ems) zum drittgrößten Reedereistandort in Deutschland entwickelt.


Spitzpunte Helene

Die Familie Sibum blickt auf eine lange Tradition in der Harener Schifffahrtsgeschichte zurück. Sie spielte bereits im 19. Jahrhundert eine herausragende Rolle im Harener Pünten- und Schiffbau. Stellvertretend hierfür können heute im Schifffahrtsmuseum der Stadt Haren (Ems) Nachbauten der klassischen "Emspünte" sowie der Spitzpünte "Helene" besichtigt werden. Die Originale wurden seinerzeit auf der Werft der Familie Sibum gebaut.

Um sich neuen Anforderungen zu stellen, vollzog die Familie Sibum im Jahr 1953 die Abkehr vom Schiffbau und die Hinwendung zur Küsten- und Seeschifffahrt. Mit der Gründung einer Reederei setzten die Gebrüder Stefan und Herman Sibum einen richtungsweisenden Schritt für den zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg der Familie Sibum.


Nachbau der Emspünte

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